Weniger arbeiten, mehr leben!

Von der "Ärbeit" und dem Leben: Ein Thema brennt mir seit Jahren ganz besonders unter den Nägeln. Dieses Thema hat viel mit meinem Weg hin zum Minimalismus zu tun, mit dem Überwinden von Existenzängsten und scheinbar in Stein gemeißelten Normen. Ein Wort vorweg: Mir ist gerade beim Thema „Lohnarbeit“ bewusst, dass ich als Kinderlose aus einer privilegierten Position heraus schreibe. Trotzdem glaube ich, dass uns allen mehr Ehrlichkeit die Arbeitswelt betreffend gut tun würde.

WENIGER/MEHR - die neue Serie

Der Auftakt zur neuen Themenreihe im Ordnungsblog im Frühjahr und Sommer 2019. Ganz viele Facetten meiner Arbeit als Ordnungscoach haben mit den zwei Wörtern WENIGER und MEHR zu tun. Aber auch meine Lebensphilosophie - und damit die Philosophie von ORDNUNG ZUHAUSE - beruht auf Fragen, die das WENIGER, das MEHR und nicht zuletzt das GENUG betreffen. Diesem offensichtlichen roten Faden möchte ich folgen und Anstöße geben, über das eigene WENIGER und MEHR nachzudenken!

Film: „My stuff“ vs. „100 Dinge“

Heute möchte ich zwei Filme beleuchten, die ich kürzlich gesehen habe. "My stuff" (2015) und "100 Dinge" (2018) drehen sich einmal in Form einer Dokumentation und einmal als Spielfilm um ein interessantes Minimalismus-Experiment und stellen die Frage, was wir wirklich zum Leben brauchen und ob uns Dinge glücklich(er) machen können. Und besitzen wir die Dinge oder die Dinge eher uns? Wie wirken sie sich auf unsere Beziehungen aus? Lest hier, was ich von den beiden Filmen halte. Welcher hat euch besser gefallen? 

Zero Waste - gar nicht so ohne!

Immer stärker beginne ich mich mit dem Thema „Zero Waste“ auseinanderzusetzen, gerade auch in Hinsicht auf die Aufräum- und Ausmistaktionen bei meinen KundInnen. Beim Minimalismus-Stammtisch im Oktober haben wir uns dem Thema ausführlich gewidmet. Wir bekamen zu Beginn eine Führung durch einen Unverpacktladen in Berlin und ich war beeindruckt, wie breit das Angebot ist. Die Besitzerin machte aber auch klar, wie viel unsichtbare Arbeit im Vergleich zu herkömmlichen Supermärkten dahintersteckt. 

Projekt Arbeitszimmer - Gerümpel ade

Im November habe ich mich intensiv um ein Arbeitszimmer gekümmert. Durch die Zusammenlegung zweier Haushalte und dem zusätzlichen Nachzug von Dingen einer Auswanderung hatten sich im bisherigen „Gästezimmer“ dieser Wohnung viele, viele Kisten mit Dingen angesammelt. Die Besitzer hatten schon fast vergessen, was dort alles lagerte. Eine Benutzung des Zimmers war überhaupt nicht mehr richtig möglich – weder als Gästezimmer noch als Arbeitszimmer. 

Sind Minimalisten "erfolgreich"?

Eine Begegnung, die mich in den letzten Wochen nachhaltig beeindruckt hat, war die mit Joachim Klöckner, Autor des Buches „Der kleine Minimalist“. Joachim hat uns beimMinimalimusstammtisch in Berlin im Juli etwas von seiner Zeit geschenkt und uns von seinem Leben berichtet. Nach seinem „ersten Leben“ mit schnellen Autos und einem „normalen“ Beruf und einigen weiteren Lebenswendungen und -fügungen hat sich Joachim von so gut wie jeglichem materiellen Besitz befreit. Was für eine spannende Geschichte!

"Meine Bücher könnte ich nie weggeben!"

Bei kaum einem Ausmistthema scheiden sich so die Geister wie beim Thema Bücher. Im Netz wird in diversen Aufräumgruppen gestritten was das Zeug hält - das eher pragmatische Lager steht dem emotionalen Lager recht unversöhnlich gegenüber. Wer meine Vorstellung gelesen hat weiß, dass ich ursprünglich Bibliothekarin bin. Trotzdem habe ich während des Minimalisierens meines eigenen Besitzes und Buchbestandes eine klare Haltung zu dem Thema entwickelt. 

Eine große Aufgabe - Aufräumen

Sie sind auf meiner Seite gelandet, weil auch Sie an den Punkt gekommen sind, an dem Sie das Chaos, die Unordnung und die Dinge in Ihrer Wohnung zu erdrücken scheinen? Ihr Zuhause fühlt sich nicht mehr richtig an? Herzlich willkommen im Club! Auch ich habe vor einigen Jahren vor meinem Kram gestanden und konnte es nicht glauben, was sich in meinen damals knapp 30 Lebensjahren alles so angesammelt hatte.